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Versicherung · Berufsunfähigkeit

BU-Leistungsprüfung: KI-PoC mit 98 % Extraktionsgenauigkeit

Ausgangslage

Die Leistungsprüfung in der Berufsunfähigkeitsversicherung in Deutschland ist hochkomplex und überwiegend manuell. Pro Fall fließen hunderte Seiten unstrukturierter Dokumente — Atteste, Befunde, Anträge, Korrespondenz, Gutachten — durch die Hände hochqualifizierter Sachbearbeiter. Branchenweit liegt die Bearbeitungszeit bei rund 190 Tagen. Steigende Fallvolumina treffen auf einen anhaltenden Fachkräftemangel — eine lineare Skalierungsfalle, die mit klassischer Automatisierung nicht zu lösen ist.

Was wir getan haben

Wir haben einen Proof of Concept für eine KI-gestützte Plattform zur BU-Leistungsprüfung aufgesetzt und entlang dreier Beweisachsen validiert: technische Machbarkeit (Extraktionsqualität auf realen Dokumentenkonvoluten), wirtschaftliche Tragfähigkeit (Stückkosten der Verarbeitung gegen Fachkräftekosten) und regulatorische Konformität (EU AI Act, BaFin-Aufsichtspraxis, DSGVO). Scope: Architektur, Modellauswahl, Datenfluss-Design, Human-in-the-Loop-Konzept, Compliance-Mapping. Dauer: drei Monate. Aufstellung: makematiq als technischer Lead, Domain-Beirat aus medizinischer und versicherungstechnischer Expertise.

Ergebnisse

98 %

Extraktionsgenauigkeit über alle Klassen

187

BU-Dokumentklassen abgedeckt

3

Beweisachsen: Technik, Wirtschaftlichkeit, Regulatorik

EU AI Act

konform durch HitL-Architektur

Was wir dabei gelernt haben

Die Versuchung in KI-Projekten ist, ein großes Modell auf alles zu werfen und auf Skalierung zu hoffen. Belastbare Ergebnisse entstehen anders: indem menschliche und technische Intelligenz präzise dort eingesetzt werden, wo sie jeweils überlegen sind. Wer das umkehrt, baut Demos. Wer das durchzieht, baut Produkte.

Das ist die Kurzfassung. Wie wir methodisch vorgegangen sind — welche Architekturentscheidungen wir getroffen haben, was wir verworfen haben und welche Muster sich auf andere Kontexte übertragen lassen — besprechen wir im persönlichen Fachgespräch.

Nicht, weil wir Ihnen etwas verkaufen wollen. Sondern weil diese Tiefe das ist, wofür unsere Kunden uns beauftragen — und das gehört nicht ins offene Internet.