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Digitale Tools für Inklusion im hybriden Arbeitsumfeld

  • Autorenbild: Johannes Humbert
    Johannes Humbert
  • 7. Aug. 2025
  • 9 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Dez. 2025

Seit 2023 setzen über 60 % der deutschen Unternehmen auf hybride Arbeitsmodelle. Doch um wirklich alle Mitarbeitenden einzubeziehen, müssen digitale Plattformen barrierefrei gestaltet sein. Ab dem 28. Juni 2025 verpflichtet das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) Unternehmen, ihre digitalen Angebote inklusiv zu gestalten – Verstöße können bis zu 100.000 € kosten.

Warum ist das wichtig?

  • In Deutschland leben 7,8 Millionen Menschen mit anerkannter Behinderung.

  • 74 % der Beschäftigten bevorzugen hybrides Arbeiten.

  • Unternehmen mit inklusivem Ansatz erzielen nachweislich höhere Umsätze und Renditen.

Microsoft Teams, Zoom und Slack bieten hilfreiche Funktionen, um hybride Arbeitsmodelle barrierefrei zu gestalten. Jede Plattform hat ihre Stärken in Bereichen wie Untertitel, Kompatibilität mit Hilfstechnologien und Datenschutz.

Kurzvergleich der Tools

Kriterium

Microsoft Teams

Zoom

Slack

Barrierefreiheitsfunktionen

Live-Untertitel, Gebärdensprach-Ansicht

Automatische Untertitel, Multi-Pinning

Tastaturnavigation, Bildschirmleser

Sprachunterstützung

40+ Sprachen, automatische Übersetzung

Mehrsprachige Untertitel

Breite Sprachunterstützung

DSGVO-Konformität

EU-Datenverarbeitung, ISO 27001

EU-US Data Privacy Framework

Datenresidenz-Kontrollen

Die Wahl des richtigen Tools hängt von den spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens ab. Weitere Details zu den Funktionen und Empfehlungen finden Sie im Artikel.


1. Microsoft Teams

Microsoft Teams hat sich als zentrale Plattform für hybride Arbeitsmodelle etabliert und überzeugt durch Funktionen, die die Inklusion fördern. Mit beeindruckenden 345 Millionen Nutzern (Stand: Dezember 2022) zeigt Teams, wie wichtig barrierefreie Kommunikationslösungen sind.


Funktionen für Barrierefreiheit

Teams bietet eine Vielzahl von Funktionen, die Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen unterstützen. Dazu gehören:

  • Live-Untertitel und Echtzeittranskriptionen: Eine große Hilfe für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen.

  • Hochkontrastmodus und Tastaturkürzel: Diese Funktionen erleichtern sehbeeinträchtigten Nutzern die Navigation.

  • Gebärdensprach-Ansicht: Dolmetscher können prominent im Videofenster angezeigt werden.

  • TTY-Modus: Unterstützt textbasierte Kommunikation für gehörlose Nutzer.


Integration mit Hilfstechnologien

Microsoft Teams ist so konzipiert, dass es nahtlos mit Hilfstechnologien zusammenarbeitet. Es unterstützt die Navigation per Tastatur und die Nutzung von Bildschirmlesern für alle Kernfunktionen. Darüber hinaus bietet Microsoft speziell geschulten Support für Nutzer von Hilfstechnologien. Der Microsoft Disability Answer Desk steht in Englisch, Spanisch und Französisch zur Verfügung und bietet Video-Support in amerikanischer Gebärdensprache (ASL).

Eine Studie von EY zeigt, dass 76 % der neurodiversen Mitarbeiter durch die Nutzung von Copilot-Funktionen ihre Arbeitsleistung verbessern konnten. Diese Funktionen fördern die Kommunikation, erleichtern den Gedächtnisabruf und unterstützen die Konzentration.


Unterstützung für mehrere Sprachen

Teams punktet besonders bei internationalen und diversen Teams durch seine mehrsprachigen Funktionen. Die Plattform unterstützt mehr als 40 Sprachen und ermöglicht automatische Übersetzungen von Chat-Nachrichten. Der Immersive Reader, der von über 1 Million Nutzern verwendet wird, macht Inhalte leichter zugänglich und lesbar.


Einhaltung der DSGVO

Microsoft Teams erfüllt die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und verarbeitet personenbezogene Daten gemäß der Verordnung (EU) 2018/1725 und der Entscheidung (EU) 2020/655. Unternehmen im Europäischen Wirtschaftsraum können zentrale Dienste in europäischen Rechenzentren betreiben. Mit der EU Data Boundary (EUDB) stellt Microsoft sicher, dass Daten innerhalb der EU verarbeitet werden. Zudem sind Standardvertragsklauseln in die Volumenlizenzverträge integriert, um Datenübertragungen außerhalb der EU zu ermöglichen.

Für eine DSGVO-konforme Nutzung empfiehlt es sich:

  • Funktionen in Office 365 zu deaktivieren, die Daten an Microsoft senden.

  • Die Telemetrie-Stufe auf „weder“ zu setzen.

  • Sensible Daten zusätzlich zu verschlüsseln.

  • Alle Schritte zur DSGVO-Konformität sorgfältig zu dokumentieren.

Im nächsten Abschnitt werden weitere Plattformen vorgestellt, die ebenfalls Funktionen zur Förderung von Inklusion bieten.


2. Zoom

Zoom unterstützt hybride Arbeitsmodelle mit einer Reihe von Funktionen, die auf Inklusion und Barrierefreiheit abzielen. Laut Studien nutzen 64 % der Führungskräfte hybride Arbeitsmodelle, und 82 % streben nach mehr Flexibilität.


Barrierefreiheitsfunktionen

Zoom bietet automatisch generierte Untertitel für Meetings und Webinare sowie die Möglichkeit, manuelle Untertitel durch eine zugewiesene Person einzugeben. Über die Closed Captioning REST API können auch Drittanbieter-Untertiteldienste integriert werden.

Die Videofunktionen unterstreichen den inklusiven Ansatz der Plattform. Mit der Multi-Spotlight-Funktion können Gastgeber Gebärdensprachdolmetscher hervorheben, während die Multi-Pinning-Option es Nutzern ermöglicht, wichtige Teilnehmer individuell anzupinnen. Zusätzlich lässt sich die Galerieansicht an persönliche Bedürfnisse anpassen.

Weitere Anpassungsmöglichkeiten umfassen skalierbare Schriftgrößen für Chat und Untertitel, umfassende Tastatur-Navigation sowie die Unterstützung von Hochkontrast-Einstellungen auf Windows, iOS und Android. Nutzer von macOS profitieren zudem vom Dark Mode.

„Oft sind Barrierefreiheitstechnologien nur für Menschen mit Behinderungen konzipiert. Kommunikation wird jedoch viel zugänglicher, wenn Gruppen zusammenarbeiten können, um ihre Gespräche anzupassen. Untertitel, die für alle Teilnehmer eines Zoom-Meetings unauffällig verfügbar sind, machen Barrierefreiheit zu einer Gruppenverantwortung", erklärt Emma McDonnell, Postdoktorandin an der University of Washington.

Diese Funktionen ergänzen die bewährten Ansätze anderer Plattformen und setzen neue Maßstäbe in der digitalen Inklusion.


Kompatibilität mit Hilfstechnologien

Zoom unterstützt gängige Bildschirmleser wie NVDA, JAWS, VoiceOver und Android Talkback. Die Plattform bietet anpassbare Tastenkombinationen und ermöglicht hörbare Ankündigungen für Nutzer von Bildschirmlesern.

Die Einhaltung der WCAG 2.2 AA-Standards, der Revised Section 508 Standards und der EN 301 549 Accessibility-Anforderungen zeigt, dass Zoom barrierefreie Inhalte bereitstellt. Dies entspricht den deutschen Vorgaben der BITV 2.0 und des BFSG, die digitale Inhalte kompatibel mit Hilfstechnologien machen.


Mehrsprachige Unterstützung

Zoom erleichtert die Kommunikation in internationalen Teams durch mehrsprachige Untertitel. Professor Jen Mankoff von der University of Washington hebt hervor:

„Barrierefreies Design ist tendenziell besser für alle, und das schließt sehr wohl die Unterstützung mehrerer Sprachen ein. Deshalb hat sich die Nutzung von Untertiteln über die Behindertengemeinschaft hinaus ausgeweitet, da sie verfügbarer geworden sind. Verbesserungen, die Sprachwechsel, mehrere Sprachen und Untertitel-Platzierung unterstützen, sind entscheidend für alle Untertitel-Nutzer."

Einhaltung der DSGVO

Neben Barrierefreiheit legt Zoom großen Wert auf Datenschutz. Seit dem 10. Juli 2023 ist Zoom aktiver Teilnehmer am EU-US Data Privacy Framework (DPF) und bietet europäischen Kunden mit bezahlten Accounts die Möglichkeit, Rechenzentren in der EU zu nutzen.

Die Sicherheitsmaßnahmen umfassen optionale Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Meetings, standardmäßige Verschlüsselung aller Verbindungen und Schutz vor unbefugtem Zugriff auf Meetings. Account-Inhaber können auswählen, welche Zoom-Rechenzentren genutzt werden, und den Speicherort für Kundeninhalte festlegen.

„Zooms Mission ist es, Glück durch reibungslose Videokommunikation zu liefern, und wir verstehen, dass solches Glück Privatsphäre und Sicherheit erfordert", erklärt das Unternehmen zu seinem Datenschutzansatz.

Mit der Kombination aus barrierefreien Funktionen und einem starken Fokus auf Datenschutz sorgt Zoom dafür, dass alle Mitarbeiter gleichermaßen an hybriden Arbeitsmodellen teilnehmen können. Im nächsten Abschnitt wird eine weitere Plattform vorgestellt, die ebenfalls digitale Inklusion unterstützt.


3. Slack

Slack ermöglicht durch umfangreiche barrierefreie Funktionen eine inklusive Kommunikation in hybriden Teams. Die Plattform unterstützt Tausende von Menschen mit Behinderungen dabei, mit Tastaturen, Bildschirmlesern und anderen Hilfstechnologien effektiv zu arbeiten.


Barrierefreiheitsfunktionen

Slack bietet Funktionen wie Tastaturnavigation und Unterstützung für Bildschirmleser, die speziell auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt werden können. So lässt sich beispielsweise die Seitenleiste dauerhaft geöffnet halten oder die Reihenfolge der vorgelesenen Metadaten einer Nachricht individuell anpassen.

Um sicherzustellen, dass die Plattform den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) entspricht, setzt Slack auf automatisierte Tests und holt regelmäßig externes Fachfeedback ein. Eigene Standards für Barrierefreiheit sorgen dafür, dass alle Funktionen inklusiv gestaltet sind. Diese Maßnahmen verdeutlichen, wie Slack technologische Inklusion umsetzt – auch mit Blick auf Datenschutz und Sicherheit.


Kompatibilität mit Hilfstechnologien

Slack wurde speziell darauf ausgelegt, mit einer Vielzahl von Hilfstechnologien nahtlos zusammenzuarbeiten. Die Plattform bietet anpassbare Navigationsoptionen, die auf die unterschiedlichen Anforderungen der Nutzer eingehen. Das Accessibility-Team arbeitet kontinuierlich mit Anwendern, die auf Hilfstechnologien angewiesen sind, um die Plattform weiter zu verbessern und den Arbeitsalltag einfacher zu gestalten.


Einhaltung der DSGVO

Wie andere Plattformen erfüllt auch Slack die strengen Anforderungen der DSGVO. Das Unternehmen stellt ein Datenverarbeitungsabkommen (DPA) bereit, das Kunden bei der Einhaltung der DSGVO-Vorgaben unterstützt. Darüber hinaus investiert Slack in umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen und verfügt über anerkannte Zertifizierungen, wie die ISO 27001. Mit Datenresidenz-Kontrollen wird eine DSGVO-konforme Datenverarbeitung gewährleistet.

Zu den Sicherheitsmaßnahmen gehören die Verschlüsselung von Kundendaten sowohl während der Übertragung als auch im Ruhezustand. Slack verwendet außerdem von der Europäischen Kommission genehmigte Standardvertragsklauseln, um die Einhaltung der Angemessenheits- und Sicherheitsanforderungen für Kunden in der EU und im Vereinigten Königreich sicherzustellen. Zusätzlich nimmt Slack am EU-US Data Privacy Framework (DPF) teil und erfüllt branchenspezifische Compliance-Kriterien, die für den deutschen Markt besonders relevant sind.

Dank dieser umfassenden Datenschutz- und Sicherheitsvorkehrungen können Teams – unabhängig von individuellen Bedürfnissen – sicher und inklusiv in hybriden Arbeitsumgebungen zusammenarbeiten.


Tool-Vergleich: Vorteile und Nachteile

Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Funktionen der drei Plattformen zusammen und zeigt, wie sie Inklusion in hybriden Arbeitsumgebungen unterstützen können. Diese strukturierte Gegenüberstellung hilft Unternehmen, die Plattform zu finden, die am besten zu ihren Anforderungen passt.

Kriterium

Microsoft Teams

Zoom

Slack

Barrierefreiheitsfunktionen

KI-gestützte Live-Untertitel; mehrsprachige Untertitel (Business-Pläne)

Erweiterte Audio-Einstellungen mit Geräuschunterdrückung und räumlichem Audio

Tastaturnavigation; anpassbare Bildschirmleser-Unterstützung; WCAG-konforme Standards

Kompatibilität mit Hilfstechnologien

Vollständig in das Office 365-Ökosystem integriert

Einfacher Zugang ohne Konto-Erstellung; intuitive Benutzeroberfläche

Nahtlose Zusammenarbeit mit verschiedenen Hilfstechnologien

Mehrsprachiger Support

Umfassende Sprachunterstützung durch Microsoft-Infrastruktur

Grundlegende mehrsprachige Funktionen

Breite Sprachunterstützung mit internationalem Fokus

DSGVO-Konformität

Vollständige Einhaltung, ISO 27001-Zertifizierung; keine Nutzung von Kundendaten für Werbezwecke

Standardvertragsklauseln und grundlegende Datenschutzmaßnahmen

EU-US Data Privacy Framework; ISO 27001-Zertifizierung; Datenresidenz-Kontrollen


Vorteile und Nachteile im Detail

Betrachtet man die Funktionen im Detail, zeigt sich, dass Microsoft Teams mit KI-gestützten Live-Untertiteln und umfassenden mehrsprachigen Optionen überzeugt. Allerdings kann die Nutzung eine längere Einarbeitungszeit erfordern.

Zoom punktet mit seiner intuitiven Bedienung und dem unkomplizierten Ein-Klick-Meetingbeitritt. Die erweiterten Audiofunktionen, wie Geräuschunterdrückung und räumliches Audio, sind besonders hilfreich für Nutzer, die einfache, aber effektive Tools bevorzugen.

Slack sticht durch seine umfangreichen Barrierefreiheitsfunktionen hervor, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zugeschnitten sind. Zudem zeigt eine Umfrage, dass 64 % der Mitarbeitenden Chat-Lösungen für die Zusammenarbeit bevorzugen, was Slack in hybriden Teams besonders beliebt macht.

Diese detaillierte Analyse zeigt, dass die Auswahl der optimalen Plattform stark von den spezifischen Anforderungen eines Unternehmens abhängt.


Datenschutz und Sicherheit

Alle drei Plattformen erfüllen die DSGVO, unterscheiden sich jedoch in ihren zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen. Microsoft Teams hebt hervor, dass Kundendaten nicht für Werbezwecke genutzt werden. Slack bietet zusätzliche Datenresidenz-Kontrollen und ist Teil des EU-US Data Privacy Framework.

Die Entscheidung für die richtige Plattform hängt letztlich von den individuellen Bedürfnissen ab: Zoom überzeugt durch einfache Bedienung, Microsoft Teams durch tiefe Integration in bestehende Systeme und Slack durch gezielte Barrierefreiheitsfunktionen.


Fazit

Die Analyse macht eines deutlich: Es gibt keine Universallösung, die für alle Unternehmen gleichermaßen passt. Jede Plattform hat ihre eigenen Stärken, die je nach Unternehmensumfeld unterschiedlich wichtig sein können.

Microsoft Teams punktet mit der engen Verzahnung in die Office-Welt, Slack besticht durch seine intuitive Chat-Funktionalität (64 % der Mitarbeitenden bevorzugen Chat-Lösungen), und Zoom überzeugt mit seiner einfachen Bedienung und 300 Millionen täglich aktiven Nutzern weltweit. Doch wie können Unternehmen diese Tools optimal einführen?


Empfehlungen für die Implementierung

Da bereits 65 % der deutschen Arbeitgeber hybride Arbeitsmodelle ermöglichen und 74 % der Beschäftigten diese bevorzugen, ist ein durchdachter Ansatz bei der Einführung entscheidend. Folgende Maßnahmen haben sich bewährt:

  • Pilotprojekte starten: Testen Sie das Tool zunächst mit einer kleinen Gruppe, um herauszufinden, wie gut es in der Praxis funktioniert.

  • Klare Richtlinien erstellen: Definieren Sie, wie das Tool genutzt werden soll, um Missverständnisse zu vermeiden.

  • Schulungen anbieten: Sorgen Sie dafür, dass alle Mitarbeitenden die Funktionen des Tools verstehen und effektiv nutzen können.

  • Individuelle Bedürfnisse berücksichtigen: Passen Sie die Nutzung an die Arbeitsweise Ihres Teams an.

"Das beste Kollaborationstool ist dasjenige, das Ihr Team tatsächlich täglich gut nutzt. Halten Sie es einfach, halten Sie es aufeinander abgestimmt, und Ihr Team wird es Ihnen mit besserer Produktivität und weniger Störungen danken." – Diofanto „Dio" Rosales, Vice President, Digital Workplace and IT Infrastructure, Flex

Der Erfolg hängt dabei weniger von der Technologie selbst ab, sondern vielmehr von der Unternehmenskultur. Eine klare Kommunikation, gezielte Schulungen und die Einhaltung rechtlicher Vorgaben – wie beispielsweise die Risikobewertungen des Arbeitsschutzgesetzes für Heimarbeitsplätze – schaffen die Basis für eine erfolgreiche Einführung.

Interessant ist, dass 80 % der deutschen Arbeitgeber mit hybriden Arbeitsmodellen eine gesteigerte Leistung ihrer Mitarbeitenden feststellen. Der wahre Mehrwert liegt darin, Technologie nicht als Selbstzweck zu sehen, sondern als Werkzeug, das Inklusion und Zusammenarbeit fördert.


FAQs


Wie können Unternehmen ihre digitalen Plattformen bis 2025 barrierefrei gestalten, um die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes zu erfüllen?


Wie Unternehmen bis 2025 barrierefreie digitale Plattformen schaffen können

Mit dem Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) im Jahr 2025 stehen Unternehmen vor der Aufgabe, ihre digitalen Plattformen barrierefrei zu gestalten. Um dies erfolgreich umzusetzen, sollten folgende Schritte berücksichtigt werden:

  • Verstehen, was gefordert wird: Machen Sie sich mit den Richtlinien der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2 sowie den europäischen Vorgaben vertraut. Diese Standards sind die Grundlage, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

  • Barrierefreiheitsanalyse starten: Führen Sie Accessibility-Tests durch, um Schwachstellen in Ihren digitalen Angeboten zu identifizieren. So erkennen Sie, wo Nachbesserungen notwendig sind.

  • Technische Anpassungen vornehmen: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Plattformen leicht zugänglich sind. Dazu gehören eine verbesserte Tastatursteuerung, Textalternativen für Bilder und eine intuitive Navigation.

  • Schulungen für Mitarbeiter anbieten: Sensibilisieren Sie Ihr Team für barrierefreies Design. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten die Standards kennen und in der Praxis anwenden können.

  • Kontinuierliche Überprüfung: Barrierefreiheit ist ein laufender Prozess. Überwachen Sie regelmäßig die Einhaltung der Standards, um eine langfristig inklusive Nutzererfahrung sicherzustellen.

Indem Unternehmen frühzeitig handeln und eine klare Strategie verfolgen, können sie nicht nur den gesetzlichen Anforderungen gerecht werden. Sie öffnen ihre digitalen Angebote auch für eine größere Zielgruppe und stärken so ihre Präsenz im digitalen Raum.


Wie können Unternehmen sicherstellen, dass die von ihnen genutzten digitalen Tools die DSGVO-Vorgaben einhalten?


Worauf Unternehmen bei digitalen Tools achten sollten

Bei der Auswahl digitaler Tools ist es entscheidend, deren Konformität mit der DSGVO sicherzustellen. Dabei spielen mehrere Aspekte eine Rolle:

  • Regelmäßige Updates: Tools sollten kontinuierlich aktualisiert werden, um Sicherheitslücken zu schließen und den neuesten Datenschutzstandards zu entsprechen.

  • Transparente Datenverarbeitung: Es muss klar erkennbar sein, wie und wo Daten verarbeitet werden.

  • Anpassbare Datenschutzrichtlinien: Eine individuelle Anpassung der Richtlinien an die spezifischen Anforderungen des Unternehmens sollte möglich sein.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, Tools zu bevorzugen, die sich problemlos in bestehende Systeme wie CRM-Software oder Datenbanken integrieren lassen. Umfassende Sicherheitsfunktionen, wie Verschlüsselung und Zugriffskontrollen, sind ebenfalls ein Muss, um sensible Daten zu schützen.

Eine gründliche Prüfung der Datenschutzrichtlinien des Anbieters ist unerlässlich. Zertifizierungen oder Nachweise zur DSGVO-Konformität bieten zusätzliche Sicherheit und schaffen Vertrauen in die eingesetzte Technologie.


Welche barrierefreien Funktionen bieten Microsoft Teams, Zoom und Slack, um die Inklusion von Mitarbeitenden mit Behinderungen im hybriden Arbeitsumfeld zu fördern?

Microsoft Teams, Zoom und Slack bieten zahlreiche Funktionen, die speziell darauf abzielen, Mitarbeitende mit Behinderungen in hybriden Arbeitsumgebungen zu unterstützen und einzubinden.

Microsoft Teams punktet mit einer Bildschirmleser-Kompatibilität, Live-Untertiteln und einer benutzerfreundlichen Navigation, die den Zugang erleichtern. Zoom setzt auf inklusive Meetings durch automatische Untertitel, barrierefreie Optionen für die Bildschirmfreigabe und die Integration von assistiven Technologien. Slack trägt zur Barrierefreiheit bei, indem es anpassbare Benachrichtigungen, Text-zu-Sprache-Funktionen und eine Screenreader-Unterstützung bietet, wodurch die Kommunikation für alle Mitarbeitenden zugänglicher wird.

Diese Tools ermöglichen Unternehmen, eine digitale Arbeitsumgebung zu schaffen, die für alle Mitarbeitenden gleichermaßen zugänglich ist und die Inklusion aktiv stärkt.


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