
5 Schritte zur Einführung von Cloud Governance
- Johannes Humbert

- 3. Jan.
- 9 Min. Lesezeit
Cloud Governance sorgt dafür, dass Cloud-Ressourcen sicher, regelkonform und effizient genutzt werden. Ohne klare Richtlinien und Prozesse riskieren Unternehmen Sicherheitslücken, hohe Kosten und organisatorisches Chaos. Hier sind die fünf wichtigsten Schritte, um Cloud Governance erfolgreich einzuführen:
Risiken erfassen und Daten klassifizieren: Überblick über alle Cloud-Assets schaffen und Daten nach Sensibilität einstufen.
Ein Governance-Team zusammenstellen: Experten aus IT, Sicherheit, Compliance und Finanzen einbinden, um klare Verantwortlichkeiten zu definieren.
Sicherheitsrichtlinien und Compliance integrieren: Maßnahmen wie Zugriffskontrolle, Verschlüsselung und Multi-Faktor-Authentifizierung einführen.
Ein Governance-Framework aufbauen: Standards für Verantwortlichkeiten, Sicherheit, Kosten und Compliance festlegen.
Governance überwachen und verbessern: Automatisierte Tools nutzen, um Abweichungen zu erkennen und Prozesse kontinuierlich anzupassen.
Mit diesen Schritten schaffen Unternehmen eine stabile Grundlage für eine sichere und kosteneffiziente Cloud-Nutzung.
Schritt 1: Risiken erfassen und Daten klassifizieren
Bevor Sie effektive Sicherheitsmaßnahmen umsetzen können, müssen Sie zunächst alle Cloud-Assets erfassen und die damit verbundenen Risiken identifizieren. Ohne diesen Überblick bleiben Sicherheitsstrategien lückenhaft.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Ganze 96 % der Unternehmen äußern mittlere bis extreme Bedenken in Bezug auf die Sicherheit ihrer Cloud-Umgebungen. Besonders im Fokus stehen dabei Risiken wie Datenverlust oder -lecks (64 %), Datenschutz und Vertraulichkeit (62 %) sowie die versehentliche Offenlegung von Zugangsdaten[1]. Diese Analyse bildet die Grundlage für eine gründliche Bestandsaufnahme Ihrer Cloud-Ressourcen.
Inventar der Cloud-Assets erstellen
Cloud-Umgebungen sind dynamisch: Virtuelle Maschinen, Container und automatisch skalierte Instanzen entstehen und verschwinden ständig. Eine einmalige Inventur reicht hier nicht aus. Stattdessen sollten Sie den Prozess automatisieren. Manuelle Tabellen sind ineffizient und fehleranfällig. Setzen Sie auf Cloud-native Tools wie AWS Config oder Azure Policy, um Ressourcen automatisch zu identifizieren und zu kennzeichnen.
Dabei sollten Sie alle relevanten Risikobereiche berücksichtigen:
Operationale Risiken: Beispielsweise Ausfälle oder Performanceprobleme.
Sicherheitsrisiken: Etwa falsch konfigurierte Storage Buckets oder kompromittierte API-Zugänge.
Compliance-Risiken: Verstöße gegen Vorschriften wie DSGVO, HIPAA oder PCI DSS.
Finanzielle Risiken: Zum Beispiel durch verwaiste Ressourcen oder unkontrollierte Kosten.
Bewerten Sie die Risiken nach ihrer potenziellen Auswirkung und priorisieren Sie entsprechend.
Daten nach Sensibilitätsstufen kategorisieren
Nicht alle Daten erfordern denselben Schutz. Kategorisieren Sie Ihre Daten nach ihrer Vertraulichkeitsstufe. Hochsensible Informationen wie Passnummern oder Kreditkartendaten benötigen strengere Sicherheitsmaßnahmen als beispielsweise öffentlich zugängliche Marketinginhalte. Legen Sie klare Klassifizierungsstandards fest und automatisieren Sie diese Prozesse, etwa mit „Policy as Code“. So minimieren Sie manuelle Fehler und gewährleisten Konsistenz.
Hochsensible Daten sollten durch Maßnahmen wie Verschlüsselung, Data Masking in Testumgebungen und rollenbasierte Zugriffsbeschränkungen geschützt werden. Diese Klassifizierung ist nicht nur die Basis für eine solide Daten-Governance, sondern auch für einen Zero-Trust-Ansatz, der risikobasierte Zugriffskontrollen ermöglicht.
Mit einer klaren Datenklassifikation schaffen Sie die Voraussetzungen, um Ihr Governance-Team aufzubauen und weitere Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen.
Schritt 2: Ein Governance-Team zusammenstellen
Nach der Datenklassifikation steht die Bildung eines Governance-Teams an. Warum? Weil ein einzelnes IT-Team nicht alle Anforderungen in den Bereichen Sicherheit, Compliance und Kostenmanagement abdecken kann. Bringen Sie Vertreter aus IT-Betrieb, Cloud-Architektur, Sicherheit, Compliance, Finanzen und Anwendungsentwicklung zusammen. Diese Vielfalt an Perspektiven stellt sicher, dass Ihre Governance-Richtlinien nicht nur umsetzbar sind, sondern auch die Geschäftsziele effektiv unterstützen.
Halten Sie das Kernteam überschaubar, um Entscheidungsprozesse effizient zu gestalten. Gleichzeitig ist es entscheidend, einen hochrangigen Unterstützer wie den CIO oder CTO ins Boot zu holen. Diese Person kann schnelle Entscheidungen ermöglichen und bei Bedarf Eskalationswege klären. Mit einem gut aufgestellten Team schaffen Sie die Basis für nachhaltige Cloud Governance.
Rollen und Verantwortlichkeiten klar festlegen
Ein starkes Team allein reicht nicht – klare Zuständigkeiten sind unerlässlich. Unklare Verantwortlichkeiten führen schnell zu Lücken und Ineffizienzen. Verwenden Sie eine RACI-Matrix, um genau zu definieren, wer verantwortlich (Responsible), rechenschaftspflichtig (Accountable), zu konsultieren (Consulted) oder zu informieren (Informed) ist. Das sorgt für Struktur und verhindert Überschneidungen.
Ihr Team sollte über Kompetenzen in Bereichen wie Cloud-Architektur, Risikomanagement, regulatorischer Compliance (z. B. DSGVO, HIPAA) und FinOps verfügen. Ein FinOps-Spezialist beispielsweise kann durch den Einsatz von Azure-Reservierungen erhebliche Kosteneinsparungen erzielen. Für jede Rolle sollte es sowohl einen Hauptverantwortlichen als auch eine Vertretung geben, um Kontinuität sicherzustellen.
Bestehende Frameworks als Grundlage nutzen
Setzen Sie auf bewährte Frameworks wie das Microsoft Cloud Adoption Framework. Ein „Monitor-First“-Ansatz kann ein guter Startpunkt sein: Überwachen Sie zunächst die Auswirkungen, bevor Sie restriktive Maßnahmen einführen. So können Sie fundierte Entscheidungen treffen und Ihre Governance schrittweise optimieren.
Schritt 3: Sicherheitsrichtlinien festlegen und Compliance integrieren
Sobald Ihr Governance-Team einsatzbereit ist, können Sie gezielt Sicherheitsmaßnahmen einführen. Dabei ist es entscheidend, Sicherheit und Compliance nicht als nachträgliche Ergänzung zu betrachten, sondern von Beginn an in alle Prozesse einzubinden. Dieser Ansatz der „Compliance by Design“ hilft, potenzielle Probleme frühzeitig zu vermeiden. Nach der technischen Implementierung sollten die Compliance-Strategien nahtlos in den Betrieb integriert werden.
Wesentliche Sicherheitsmaßnahmen implementieren
Starten Sie mit den grundlegenden Sicherheitsrichtlinien: Zugriffskontrolle (IAM), Datenverschlüsselung (sowohl im Ruhezustand als auch während der Übertragung) und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Diese Maßnahmen bilden die Basis für den Schutz Ihrer Cloud-Umgebung. Ergänzend dazu sollten Sie Data Loss Prevention (DLP)-Mechanismen einsetzen, um sensible Daten zu überwachen und den Zugriff darauf zu protokollieren.
Automatisierung ist hier ein entscheidender Faktor. Durch automatisierte Prozesse minimieren Sie manuelle Fehler und stellen sicher, dass jede neue Ressource den definierten Sicherheitsstandards entspricht. Zusätzlich sollten klare Regeln für geografische Regionen und Ressourcenbeschränkungen festgelegt werden, um Datenschutzvorgaben gerecht zu werden.
Compliance von Anfang an berücksichtigen
Ein effektiver Incident-Response- und Disaster-Recovery-Plan sollte von Anfang an Teil Ihrer Strategie sein. Diese Pläne müssen versioniert, in hochverfügbarem Speicher abgelegt und regelmäßig überprüft werden. Insbesondere in stark regulierten Branchen wie dem Finanzsektor können automatisierte „Three Lines of Defense“-Mechanismen den Aufwand für manuelle Prüfungen erheblich reduzieren.
Nutzen Sie bewährte Sicherheitsstandards wie die Microsoft Secure Future Initiative oder die AWS Best Practices. Diese Frameworks helfen dabei, neue Deployments korrekt zu konfigurieren und Sicherheitslücken zu vermeiden. Für die Verwaltung von Compliance-Anforderungen in verschiedenen Ländern setzen viele Unternehmen auf automatisierte GRC-Tools. Solche Lösungen bieten Echtzeit-Transparenz über Compliance-Risiken und ermöglichen eine schnellere Reaktion auf regulatorische Änderungen.
Schritt 4: Ein Governance-Framework aufbauen
Ein solides Governance-Framework ist das Rückgrat einer nachhaltigen Cloud Governance. Es baut auf den zuvor definierten Sicherheits- und Compliance-Richtlinien auf und sorgt für klare Strukturen bei Verantwortlichkeiten, Datenmanagement und Standards. Ohne ein solches Framework drohen Ineffizienzen, unkontrollierte Kosten und Schatten-IT.
Ein effektives Framework basiert auf fünf zentralen Säulen:
Ownership & Identity: Wer ist wofür verantwortlich?
Security: Wie werden Risiken kontrolliert?
Cost: Wie schaffen Sie Transparenz bei den Ausgaben?
Operations: Wie gewährleisten Sie eine zuverlässige Bereitstellung?
Compliance: Welche nachweisbaren Kontrollen sind notwendig?
Diese Säulen bilden die Grundlage für alle Governance-Maßnahmen und sollten in einem kontinuierlichen Zyklus umgesetzt werden: Sichtbarkeit schaffen, Standards verbessern und Änderungen durchsetzen. Auf dieser Basis können Sie im nächsten Schritt automatisierte Prozesse für die Ressourcenverwaltung einführen.
Standards und Richtlinien dokumentieren
Klare Richtlinien sind entscheidend, um Chaos in der Cloud-Nutzung zu vermeiden. Zum Beispiel sollten Sie festlegen, welche Regionen bevorzugt genutzt werden und wo Einschränkungen gelten, um Datenschutz und Ressourcenmanagement zu optimieren.
Verantwortlichkeiten sollten eindeutig definiert werden, etwa mithilfe eines RACI-Modells. Das Cloud Governance Team könnte für die Entwicklung und regelmäßige Aktualisierung der Richtlinien verantwortlich sein, während Plattform- und Workload-Teams beratend eingebunden werden. Bei der Durchsetzung der Richtlinien ändert sich die Zuständigkeit: Hier überwacht das Governance-Team, während die technischen Teams die Umsetzung übernehmen.
Ein weiteres wichtiges Element ist die Definition von Workload-Risikoprofilen (z. B. niedrig, mittel, hoch). Diese Profile helfen dabei, Genehmigungsprozesse vor dem Deployment festzulegen. Für Sandbox- und Trainingsumgebungen könnten spezielle Richtlinien gelten, wie etwa automatische Bereinigungen oder zeitlich begrenzte Zugriffe, um Innovation zu fördern, ohne langfristige Kosten zu verursachen.
Ressourcen effizient verwalten
Sobald die Standards dokumentiert sind, geht es um die effiziente Verwaltung Ihrer Cloud-Ressourcen. Hier spielt Automatisierung eine zentrale Rolle. Guardrails – also Leitplanken – sorgen dafür, dass Prozesse sicher und kosteneffizient ablaufen. Statt jeden Ressourcenantrag manuell zu prüfen, ermöglichen diese automatisierten Leitplanken nur konforme Konfigurationen.
Zusätzlich sollten Account-Isolation-Grenzen definiert werden, um festzulegen, wann neue Ressourcen-Umgebungen erstellt werden dürfen. Damit wird unkontrolliertes Wachstum vermieden und potenzielle Risiken – ob in Bezug auf Sicherheit oder Kosten – bleiben in klar definierten Grenzen. Ein Cloud Center of Excellence (CCoE) kann dabei unterstützen, Standards zu etablieren, Governance-Aktivitäten zu koordinieren und Teams bei der Architektur zu beraten.
„Cloud Governance ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Nach der initialen Einrichtung erfordert es fortlaufende Überwachung, Evaluierung und Aktualisierungen, um sich an neue Technologien anzupassen." – Microsoft Cloud Adoption Framework
Darüber hinaus sollten Sie standardisierte Beschaffungsprozesse über zentrale Marktplätze einführen. Das verhindert nicht nur Schatten-IT, sondern sichert auch bessere Konditionen. Eine durchdachte Infrastructure-as-Code-Strategie sorgt dafür, dass alle Bereitstellungen den genehmigten und effizienten Standards entsprechen.
Schritt 5: Governance überwachen und verbessern
Sobald die Richtlinien und das Framework stehen, wird Cloud Governance zu einem fortlaufenden Prozess. In dynamischen Cloud-Umgebungen genügen statische Inventare nicht. Stattdessen braucht es automatisierte Systeme, die Cloud-Assets kontinuierlich erfassen und Abweichungen von festgelegten Standards sofort erkennen.
Moderne Governance setzt auf Echtzeit-Überwachung, die direkt in Ihre Delivery-Pipelines integriert ist. Tools wie Policy-as-Code-Engines (z. B. OPA Gatekeeper oder Cloud Custodian) helfen dabei, Richtlinien automatisiert durchzusetzen. Starten Sie im „Audit-Modus", um die Auswirkungen zu verstehen, bevor Sie restriktivere „Deny"-Regeln aktivieren. Der nächste Schritt ist, Monitoring und Audits gezielt in Ihre Prozesse einzubinden.
Monitoring und Audits einrichten
Effizientes Monitoring basiert auf klar definierten Kennzahlen. Verfolgen Sie Metriken wie:
Mean Time to Respond (MTTR) bei kritischen Fehlkonfigurationen
Die Anzahl wiederkehrender Policy-Verstöße
Den Prozentsatz von Builds, die Policy-Gates erfolgreich passieren
Diese Indikatoren zeigen, ob Ihre Governance funktioniert oder ob Teams wiederholt dieselben Fehler machen.
Drift Detection ist ein weiteres wichtiges Werkzeug, um Abweichungen von Ihren Konfigurationsbaselines automatisch zu erkennen und zu beheben. Ein zentrales Dashboard, wie das Azure Governance Workbook oder CNAPP-Plattformen, bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über Compliance, Budgetabweichungen und Sicherheitsvorfälle – auch in Multi-Cloud-Umgebungen.
Zusätzlich sollten Sie vierteljährliche Zugriffsaudits durchführen, um Berechtigungen zu prüfen, insbesondere nach Rollenwechseln. Monatliche Finanzreviews helfen dabei, Budgets mit Nutzungsmetriken abzugleichen, und können automatische Warnungen bei Schwellenwertüberschreitungen auslösen. Eine konsequente Tagging-Strategie für alle Ressourcen erleichtert automatisiertes Reporting und FinOps erheblich.
Richtlinien auf Basis der Ergebnisse aktualisieren
Nutzen Sie die gesammelten Daten, um Ihre Richtlinien anzupassen. Automatisierte Audit-Beweise und Artefakte minimieren manuelle Fehler und sorgen dafür, dass Anpassungen zeitnah umgesetzt werden. Veraltete Richtlinien können ein Risiko darstellen – überprüfen Sie daher regelmäßig, wie gut Ihre Policies gegen neue Bedrohungen bestehen.
„Focusing on the wrong risks is a massive risk in and of itself." – Wiz
Klare Verantwortlichkeiten sind entscheidend. Ein RACI-Modell kann helfen: Das Governance-Team ist für die Risikobewertung und das Monitoring verantwortlich, während Platform- und Workload-Teams die Umsetzung übernehmen. Interne Pre-Reviews vor externen Audits helfen, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. Für neue Herausforderungen, wie AI Governance, können regelmäßige Red-Team-Übungen unvorhergesehene Risiken aufdecken und die Sicherheit weiter verbessern.
Fazit
Cloud Governance entwickelt sich stetig weiter – immer im Einklang mit den Veränderungen und Bedürfnissen Ihres Unternehmens. Die fünf vorgestellten Schritte, angefangen bei der Risikoanalyse, über den Aufbau eines Governance-Teams bis hin zur kontinuierlichen Überwachung, bilden eine solide Grundlage für sichere, regelkonforme und kosteneffiziente Cloud-Umgebungen.
Diese Schritte sind mehr als nur ein Ausgangspunkt. Sie zeigen, wie durchdachte Governance nicht nur Risiken minimiert, sondern auch den Betrieb optimiert und das Wachstum unterstützt. Der Erfolg Ihrer Governance lässt sich jedoch nicht allein an IT-Kennzahlen messen. Eine Umfrage zeigt, dass 71 % der europäischen Unternehmen Fortschritte im operativen Betrieb priorisieren, während nur 32 % gezielt nach neuen Umsatzmöglichkeiten suchen. Wichtige Indikatoren sind, wie schnell Teams neue Funktionen bereitstellen oder wie exakt Cloud-Kosten prognostiziert werden können. Unternehmen mit starker Governance schätzen ihre Software-Betriebskosten 2,6-mal präziser ein und erkennen doppelt so häufig kostenintensive Anwendungen.
„Cloud Governance isn't just about reducing risk. It's about making the cloud a platform your organization can trust and build on." – CloudGovernance.org
Mit klar definierten Leitplanken und automatisierten Richtlinien können Teams effizienter arbeiten, ohne dabei Sicherheit und Compliance zu gefährden. Governance sollte als ein fortlaufender Prozess verstanden werden: Transparenz schaffen, Standards setzen und kontinuierlich verbessern.
Wie in den vorherigen Schritten gezeigt, sichern gut durchdachte Prozesse langfristigen Erfolg. Beginnen Sie klein, testen Sie Ihre Richtlinien in Pilotprojekten und justieren Sie diese basierend auf realen Daten. Dieser Ansatz der ständigen Optimierung sorgt dafür, dass Ihre Cloud-Umgebung auch künftigen Anforderungen gewachsen ist.
FAQs
Wie kann ich sicherstellen, dass meine Cloud-Ressourcen immer sicher und auf dem neuesten Stand sind?
Um Ihre Cloud-Ressourcen sicher und auf dem neuesten Stand zu halten, ist ein automatisiertes Governance-Modell unverzichtbar. Dieses sollte Überwachung, Updates und regelmäßige Überprüfungen nahtlos miteinander verbinden.
Setzen Sie auf automatisierte Monitoring-Tools, um wichtige Kennzahlen wie Nutzung, Kosten und Sicherheitsaspekte kontinuierlich im Blick zu behalten. Bei Abweichungen können automatische Benachrichtigungen Sie sofort informieren, sodass Sie schnell reagieren können.
Ergänzend dazu sind regelmäßige Audits entscheidend. Sie helfen dabei, Schwachstellen aufzudecken oder Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen. Passen Sie Ihre Richtlinien basierend auf den Ergebnissen an, um stets den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden.
Integrieren Sie außerdem Sicherheits-Patches und Updates in Ihre CI/CD-Pipelines. So können neue Versionen nach erfolgreichen Tests automatisch ausgerollt werden, was Ihre Cloud-Umgebung sicher, effizient und konform hält. Makematiq unterstützt Sie dabei, diese Prozesse individuell auf Ihr Unternehmen zuzuschneiden und langfristig zu verbessern.
Welche Rollen und Verantwortlichkeiten braucht ein effektives Cloud-Governance-Team?
Ein effektives Cloud-Governance-Team braucht klar definierte Rollen, um die technischen, finanziellen und regulatorischen Aspekte der Cloud-Nutzung zu steuern. Hier sind einige Schlüsselrollen, die dabei eine zentrale Bedeutung haben:
Risk-Owner: Verantwortlich für die Identifikation und Bewertung von Risiken wie Sicherheitslücken, Verstöße gegen Compliance-Vorgaben oder unerwartete Kosten.
Policy-Manager: Entwickelt und verwaltet Richtlinien, die die Cloud-Nutzung mit den strategischen Unternehmenszielen in Einklang bringen.
FinOps-Experte: Übernimmt die Optimierung der Cloud-Kosten und sorgt dafür, dass das Budget eingehalten wird.
Sicherheits- und Compliance-Spezialist: Achtet darauf, dass gesetzliche Vorgaben, wie z. B. die DSGVO, erfüllt werden.
Monitoring-Team: Überwacht die Einhaltung der Richtlinien und erstellt Berichte, die dem Management als Entscheidungsgrundlage dienen.
Mit einer klaren Verteilung der Verantwortlichkeiten kann das Team nicht nur Risiken reduzieren, sondern auch flexibel auf neue Herausforderungen reagieren. makematiq unterstützt Unternehmen dabei, ein Governance-Modell zu entwickeln, das sowohl Sicherheit als auch geschäftliche Beweglichkeit gewährleistet.
Wie kann ich Sicherheits- und Compliance-Maßnahmen von Anfang an in meine Cloud-Strategie integrieren?
Um Sicherheits- und Compliance-Anforderungen von Anfang an in Ihre Cloud-Strategie einzubinden, sollten diese bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. Setzen Sie klare Sicherheits- und Risikoziele, die mit den Zielen Ihres Unternehmens übereinstimmen, und legen Sie verbindliche Richtlinien für Aspekte wie Architektur, Datenklassifizierung und Zugriffsmanagement fest.
Ein Team, das Experten aus IT, Sicherheit, Recht und den relevanten Fachbereichen umfasst, sollte frühzeitig eingebunden werden. Dieses Team kann Risiken bewerten, passende Maßnahmen definieren und Richtlinien dokumentieren. Automatisierte Sicherheits-Tools sind hier äußerst hilfreich: Sie überwachen Konfigurationen kontinuierlich, melden Verstöße und erstellen Compliance-Berichte. So behalten Sie stets den Überblick über Ihre Sicherheitslage.
Falls Sie hierbei Unterstützung benötigen, bietet makematiq maßgeschneiderte Beratungsleistungen an, um Sicherheits- und Governance-Mechanismen optimal in Ihre Prozesse zu integrieren.


